Christin Stock

Die aktuellsten Beiträge von Christin Stock

Facebook: die 100-Milliarden-Dollar-Frage

Die einen wollen sie unbedingt, die anderen würden sie nicht einmal mit der Kneifzange anfassen: Die Facebook-Aktie polarisiert. Läuft alles nach Plan, wird Facebook am Freitag die Börsen stürmen, was dem Unternehmen rund 12 Mrd. USD einspielen dürfte (die jüngsten Medienberichte sprechen gar von möglichen 16 Mrd. USD). Insgesamt ist das Internetunternehmen dann ca. 100Continue Reading

Sei optimistisch, Europa!

„Europa – warum unser Kontinent es wert ist, dass wir um ihn kämpfen“ – unter diesem Buch-Titel verbreitet Ex-Deutsche-Bank-Volkswirt Norbert Walter Optimismus für die Rettung des Euro. Ich kam kürzlich in den Genuss, an einem seiner herzerfrischenden Vorträge teilzunehmen. Voll glühender Begeisterung sprach er über die wunderschönen Landschaften

Zuckerbrot und Peitsche - die beliebtesten Beiträge im April

In Deutschland wie in Indien versuchte man Verkehrssünder bislang mit Strafen abzuschrecken. Das wirkt zwar, aber nur in begrenztem Umfang. In Kochi, einer Stadt im indischen Bundesstaat Kerala, geht man jetzt einen anderen Weg.

Das Ende der Sparwut?

Nach dem Zerfall der niederländischen Regierung und der ersten Runde der französischen Präsidentschaftswahlen ist klar: In Europa lassen sich kaum mehr neue Sparpakete durchsetzen.

Armer König, armer Elefant

Als ich am Wochenende auf dem Fußballplatz stand, ertappte ich mich wieder einmal dabei, wie ich unkonzentriert werde, wenn eine Spielerin zu Boden geht. Ich verziehe das Gesicht, als ob auch ich ihren Schmerz spüren könnte. Am meisten fühle ich natürlich mit, wenn es sich um eine meiner Mitstreiterinnen handelt, doch auch wenn eine GegenspielerinContinue Reading

In die falsche Richtung geschubst?

Richard Thaler und Cass Sunstein plädieren in ihrem Buch „Nudge“ dafür, dass die Politik den Bürgern einen Schubs in die richtige Richtung gibt, damit sie bessere Entscheidungen treffen.[1] Jene fällen, auf sich selbst gestellt, regelmäßig suboptimale Entscheidungen, da ihre Präferenzen inkonsistent sind.

Instinktiv gut

Zugegeben: Ich spiele zwar leidenschaftlich gern Fußball, aber dem Fußballspiel anderer zuzusehen, gehört nicht gerade zu meinen liebsten Hobbies. Im Bundesliga-Dschungel bin ich hoffnungslos verloren. Was mich aber nicht davon abhält, hin und wieder den Sportteil der Zeitung zu lesen, wo ich kürzlich bei einem Interview mit dem Schalker Star-Stürmer Klaas-Jan Huntelaar hängen blieb.

Misstrauen macht sich breit

Manchmal sind Börsianer ein wenig schizophren: Sie freuen sich über gute Konjunkturdaten und kaufen daraufhin Aktien, doch wenn eine Notenbank andeutet, sie werde die Wirtschaft künftig womöglich nicht mehr mit weiteren quantitativen Lockerungen stimulieren,

Hinter den Kulissen

Indien hat mich überrascht: Ich war fasziniert von den wunderschönen Landschaften, die wir passierten. Und die Hilfsbereitschaft, die ich in manchen Unterkünften während unserer Reise erfahren durfte, übertraf meine Erwartungen bei Weitem. Andererseits graute es mir zunächst vor den stinkenden Abfallbergen

Wunderwaffe Schokolade

Wer ein Abenteuer erleben möchte, sollte sich in einer indischen Großstadt in eine Motorrikscha setzen: Statt wie vorgezeichnet zwei Spuren in eine Richtung zu nutzen, wird hier in mindestens drei Spuren gefahren. Begleitet von einem ohrenbetäubenden Dauer-Hupkonzert schieben sich tausende Autos, Lastwagen, Rikschas und noch mehr Zweiräder durch die Straßen. Rote Ampeln sind oft nichtContinue Reading

Fluch der Andamanen

Als der Elefant durch die hohen Wellen ins Meer stürmte, war ich einfach nur glücklich. Etwa 20 Minuten konnten wir mit dem majestätischen Tier schwimmen und tauchen. Dazu eine traumhafte Kulisse aus Wasser, zuckerweißem Strand und smaragdgrünem Dschungel. Als wir später an Land zurückkehrten,

Glückserlebnis

Es ist wieder einmal so weit: Endlich Urlaub! Morgen schon werde ich im Flieger sitzen, voller Vorfreude auf all die Erlebnisse, die mich in Indien erwarten. Wie so oft habe ich schon im Voraus vermeintlich viel zu viel Geld ausgegeben. Indien ist doch eigentlich ein günstiges Reiseland, heißt es. Doch ich musste mir natürlich aufContinue Reading

Zuviel Deutschland im Depot

„Home sweet home“: Im Alltag umgeben wir uns am liebsten mit Dingen, die uns vertraut sind. Vor Fremdem schrecken wir jedoch zunächst zurück, denn es löst ein diffuses Gefühl von mangelnder Kontrolle in uns aus. Am Aktienmarkt ergeht es uns da kaum besser: Wer regelmäßig BMW auf der Straße herumfahren sieht, glaubt nur allzu leicht,Continue Reading

Hoffentlich kein Gauck(ler)

„Mal gucken, was der Gauck(ler) so alles zu verheimlichen hat.“ „Diesmal muss man genauer hinschauen.“ „Wenn ich sehe, dass die ersten schon beginnen, in der Vita des Kandidaten Gauck nach Schmutz zu wühlen, finde ich das mit Verlaub zum K…“ Ich habe einmal auf Twitter versucht, die Meinungen einzufangen, die sich um den Bundespräsidenten inContinue Reading

Des einen Leid, des anderen Freud

In dem kleinen Fußballstadion kocht die Stimmung: Es sind nur noch zehn Minuten zu spielen und es steht 2:2. Beide Teams ringen verbissen um den Sieg, denn er entscheidet über Ausscheiden oder Weiterkommen im Pokal-Wettbewerb. Die Fans unterstützen ihre Mannschaften natürlich nach Kräften:

Der Pinocchio in uns

Heute schon gelogen? Studien zufolge rutschen uns rund drei Lügen in nur zehn Minuten Konversation heraus.[1] Das bedeutet: Sofern Sie nicht gerade erst aus dem Schlaf erwacht sind, dürften Sie heute schon gelogen haben.

Das Ende der Selbstlosigkeit?

“One of the most selfish things you can do is help others” – dieses Zitat des Psychologen Daniel Gilbert ist mir kürzlich in einem Interview über den Weg gelaufen. Was? Es soll besonders eigennützig sein, anderen zu helfen? Das klingt zunächst nicht sonderlich treffend. Doch die Tragweite dieses Zitats wurde mir spätestens am letzten SonntagContinue Reading

Macht Facebook glücklich?

Mein erstes Mal Ski-Fahren vor wenigen Tagen war unglaublich. Noch immer denke ich mit Begeisterung an das grandiose Gefühl zurück, die schneeweißen Pisten herunterzufahren. Von „Herunterwedeln“ will ich bei meiner dilettantischen Technik noch gar nicht sprechen. Wem immer ich danach begegnete – Familie, Freunde, Bekannte – alle mussten sich meine Geschichte anhören.

Das Kreuz mit den kleinen Wahrscheinlichkeiten

Ich konnte es nur allzu gut nachfühlen – als ich kürzlich den Blog meiner Kollegin las, wurde ich schmerzlich daran erinnert, dass ich selbst etwa zwei Jahre zuvor meinen Schlüssel verloren hatte. Damals war ich in Panik, genau wie die Freundin meiner Kollegin, deren Schlüssel gestohlen wurde.

Jenseits von Gut und Böse: Muss Wulff ein Musterknabe sein?

Darf ein Bundespräsident Geld von einflussreichen Millionärsfreunden leihen und auf deren Kosten Urlaub machen? Darf die Ehefrau eines Zentralbankpräsidenten mit Währungen spekulieren, kurz bevor der Göttergatte einen Mindestpreis für den EUR/CHF-Wechselkurs einführt? Und da wäre doch auch noch der deutsche Minister

Gelungener Jahresauftakt lässt Anleger kalt

Dem glänzenden Jahresstart sind die mittelfristig orientierten Börsianer mit Gewinnmitnahmen begegnet. Sie sehen in der Erholung nicht mehr als einen Ausflug in die obereren Gefilde der alten Seitwärtsspanne. An einen neuen Trend wollen sich nicht glauben. Unser Bull/Bear-Index hat sich wieder auf normalem Niveau eingependelt, nachdem er noch in der letzten Umfrage vor Weihnachten aufContinue Reading

Keine Geschenke für den Euro

Vor zehn Jahren wurde das Euro-Bargeld eingeführt – schon im Vorfeld konnte jeder Bürger sein erstes Starter-Kit mit funkelnagelneuen Euro-Münzen eintauschen. Ganz fremd fühlten sich die neuen Münzen damals an, als ich sie aus ihrer Plastikhülle fischte. Zum ersten Mal bezahlt habe ich damit an der Kinokasse.

Frohe Weihnachten

An dieser Stelle möchten wir uns bei den Lesern und Kommentatoren von Blognition ganz herzlich bedanken. Ihre Beiträge haben uns in 2011 einen großen Schritt weitergeführt!  Wir wünschen Ihnen allen ein gesegnetes Weihnachtsfest und auch im neuen Jahr allzeit gute Entscheidungen.

Führe mich nicht in Versuchung

Heute Morgen ist es schon wieder passiert: Ich stand in der kleinen Küche unseres Büros und überlegte für einen Augenblick, ob ich meinem geschätzten Chef nicht doch eine winzig kleine Praline aus der Schachtel stibitzen sollte, die da so unschuldig im Kühlschrank lag. Vermutlich würde es gar nicht merken,

Das optimale Weihnachtsgeschenk

Kurz vor Weihnachten und noch immer kein Geschenk? Keine Sorge, Sie sind in bester Gesellschaft. Doch selbst, wenn Sie schon etwas für Ihre Lieben haben, sind Sie noch lange nicht aus dem Schneider: Ist es wirklich auch das Richtige? Werden die Augen unter dem Weihnachtsbaum strahlen oder gibt es stattdessen lange Gesichter?

Eurolands Politiker können die Märkte nicht besänftigen

„Satz mit x – das war wohl nix.“ Mit ihrem Versuch, die Märkte zu beruhigen, sind die europäischen Politiker erneut gescheitert. Zu Beginn der Woche war das Echo auf den EU-Gipfel noch einigermaßen positiv – schließlich hatten sich 26 der 27 EU-Staaten auf eine Sondervereinbarung für mehr Haushaltsdisziplin geeinigt. Doch die Gipfelbeschlüsse weisen immer mehrContinue Reading

Der erste Eindruck zählt – auch bei der EZB

EZB-Chef Mario Draghi enttäuschte gestern wieder einmal die Investoren: Er erteilte ihren Hoffnungen, die EZB könnte in sehr viel größerem Umfang strauchelnden Euro-Ländern mit Anleihekäufen unter die Arme greifen, eine klare Absage. „Ich bin überrascht“, sagte er, dass seine Worte letzte Woche vor dem Europa-Parlament offenbar als Hinweis auf baldige Anleihekäufe interpretiert worden seien.

Politiker, rückt zusammen!

Bundeskanzlerin Angela Merkel fährt am Donnerstag mit dem festen Ziel zum EU-Gipfel, ihre Amtskollegen von der Notwendigkeit einer Fiskalunion zu überzeugen. Auch EZB-Chef Mario Draghi forderte gestern einen Schulterschluss der Politiker:

Selbstbestimmung mal anders

Ohne jemals zugestimmt zu haben, bin ich mit dem Tag meiner Geburt deutscher Staatsbürger geworden. Seit ich arbeite, zahle ich unfreiwillig Steuern und Sozialversicherung und wenn ich einmal tot bin, geht mein Hab und Gut an meine nächsten Verwandten und das alles, ohne dass mich jemals irgendwer nach meiner Meinung gefragt hat. Doch wenn esContinue Reading

Neue schlechte Nachrichten - neue Pessimisten

Die Bullen der Vorwoche haben schon wieder das Handtuch geworfen. Umso interessanter ist aber die deutliche Verschiebung aus dem neutralen Lager hin ins Pessimistencamp. Wer jetzt noch kurz vor Jahresschluss eine neue Positionierung eingeht, hat wohl Performance gut zu machen.


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