Katrin Nink
Beiträge von Katrin Nink
Jetzt geht‘s um die Wurst

Jeden Donnerstag ist Erzeugermarkt an der Frankfurter Konstablerwache: Obst und Gemüse aus der Region, fangfrischer Fisch, Käse- und Wurstspezialitäten – das Angebot ist breitgefächert. Unlängst kaufte ich dort nach Büroschluss Lammbratwürstchen fürs Abendbrot.
Veröffentlicht am Oktober 1, 2012 um 09:05
Kategorien: Behavioral Living
Schlagwörter: Mentale Konten, Verlustaversion
Ein Bauch voller guter Vorsätze

Neulich am Badestrand: Das Gelöbnis eines beleibten Österreichers, der sich in knapper Badehose in der Sonne aalt, ist nicht zu überhören. „Bis zum Skiurlaub nehme ich zehn Kilo ab, ich schwör’s dir“, erklärt er gegenüber seiner ebenfalls recht korpulenten Liegestuhlnachbarin. Die scheint ihm das vollmundige Versprechen aber nicht abzunehmen, sondern zuckt nur müde mit denContinue Reading
Veröffentlicht am September 14, 2012 um 06:21
Kategorien: Behavioral Living
Schlagwörter: Commitment, Präferenzverschiebung
Stoff oder Papier – das ist hier die Frage

Meine Freundin ist im neunten Monat schwanger – das Kind kommt jeden Moment zur Welt. Als ich sie unlängst besuchte, präsentierte sie mir die vielen Vorbereitungen, die ihr Mann und sie selbst in freudiger Erwartung auf den neuen Mitbewohner bereits getroffen hatten
Veröffentlicht am August 20, 2012 um 06:07
Kategorien: Behavioral Living
Schlagwörter: Projection Bias
Traumwohnung mit Mängeln

Umzüge gehören zu den stressigsten Dingen, die man sich vorstellen kann (siehe auch „Mit Zitronen gehandelt“ vom 4. Juli 2011). Sie kosten jede Menge Schweiß, allerhand Nerven und oftmals ein hübsches Sümmchen Geld. Deshalb bleibt man seiner Wohnung für gewöhnlich ein Weilchen treu und vollzieht nicht unnötig oft Tapetenwechsel. Doch für uns kommt es nunContinue Reading
Veröffentlicht am August 8, 2012 um 07:05
Kategorien: Behavioral Living
Schlagwörter: Hedonistisches Umdeuten, Kognitionen, Kognitive Dissonanz, selektive Wahrnehmung, Umdeutung
Wie man es bis ganz nach oben schafft

Wir wohnen im zweiten Stock eines Altbaus. Von der Haustür bis hinauf zu unserer Wohnung sind es exakt 59 Stufen. Als mein Sohn jünger war, konnte ich das kleine Bündel mühelos auf dem Arm nach oben tragen und dazu parallel noch eine Einkaufstüte schultern.
Veröffentlicht am Juli 20, 2012 um 06:59
Kategorien: Behavioral Living
Schlagwörter: Overconfidence, Peak-End-Effekt, Spieltheorie
Berlin ist immer eine Reise wert

Radiohead auf der Berliner Waldbühne. Ein lauer Sommerabend im Juli. Zudem noch an unserem Hochzeitstag. Unser Sohn würde natürlich mitkommen, wäre aber bei meiner Schwester, die in der Hauptstadt lebt, in guten Händen. Und wir hätten endlich mal wieder einen Abend zu zweit. Soweit der Plan, als wir die Karten im Winter kauften.
Veröffentlicht am Juli 11, 2012 um 06:52
Kategorien: Behavioral Living
Schlagwörter: affektive Kongruenz, Verfügbarkeitsheuristik
Sommermärchen reloaded

Dritter, Zweiter, Dritter – so lautet die Reihenfolge der Platzierungen des deutschen Fußballnationalteams bei den großen Turnieren der letzten Jahre. Angefangen bei der WM 2006, der EM 2008, bis hin zur WM 2010. Nach einer starken Vorrunde und einer Gala gegen die Griechen steht die DFB-Elf nun im Halbfinale der Europameisterschaft in Polen und der Ukraine.Continue Reading
Veröffentlicht am Juni 27, 2012 um 08:05
Kategorien: Sport
Schlagwörter: Referenzpunkt(e), relative Bewertung
Auf dem Holzweg

Dass das soeben vom Bundeskabinett beschlossene Betreuungsgeld[1] wirtschaftspolitisch blanker Unsinn ist, muss an dieser Stelle nicht weiter erörtert werden. Dazu
Veröffentlicht am Juni 8, 2012 um 06:57
Kategorien: Behavioral Living, Politik
Schlagwörter: Betreuungsgeld, Commitment, Verlustaversion
Zwei Seelen in meiner Brust

Mein Sohn hatte sich unlängst eine schwere Bronchitis eingefangen. Für einige Tage konnte er nicht in die Kita gehen und ich war gezwungen, zuhause zu bleiben, um ihn wieder aufzupäppeln. Das schlechte Gewissen plagte mich:
Veröffentlicht am Mai 30, 2012 um 06:00
Kategorien: Behavioral Living, Gesellschaft
Schlagwörter: berufstätige Mütter, Kognitive Dissonanz, Konsonanz, selektive Wahrnehmung, Wohlbefinden
Achtung, Erdrutsch!

Meine Freundin wechselt den Job. Sie ist Juristin und folgt dem Ruf eines Partners – nennen wir ihn Phan Tom – der die Kanzlei X vor einigen Wochen verließ, um künftig für die Kanzlei Y zu arbeiten.
Veröffentlicht am Mai 14, 2012 um 06:56
Kategorien: Behavioral Living
Schlagwörter: Gewöhnung, Integration, Mentale Konten, Segregation
Tatort: Heilige Kühe schlachtet man nicht

Ein Einstand nach Maß sieht anders aus: Schauspieler Til Schweiger, der ab Herbst als „Tatort“-Ermittler im Einsatz sein wird, machte sich bei der eingefleischten Fangemeinde der sonntäglichen Kult-Krimireihe sogleich mal unbeliebt,
Veröffentlicht am April 11, 2012 um 07:10
Kategorien: Behavioral Living
Schlagwörter: Gewöhnung, Status quo
Ein köstlicher Fehlgriff

Bevor wir Eltern wurden, unternahmen mein Mann und ich an den Wochenenden gerne den einen oder anderen Kurztrip ins benachbarte Ausland. Seit unser Sohn geboren wurde, sind diese Ausflüge seltener geworden. Vergangenes Wochenende war es aber wieder einmal soweit: Wir flogen nach Paris
Veröffentlicht am März 30, 2012 um 05:26
Kategorien: Behavioral Living, Blog
Schlagwörter: Bordeauxweine, Carruades de Lafite, Opportunitätskosten, Reue
Knirps im Heldengewand
„Faschingsfeier am Rosenmontag – bringen Sie ihr Kind an diesem Tag in Verkleidung“ – diese Nachricht prangt seit ein paar Tagen an der Eingangstür zur Kindertagesstätte meines Sohnes. Sogleich kommt die rheinische Natur in mir durch: Super Sache – ein Kostüm muss her!
Veröffentlicht am Februar 15, 2012 um 08:52
Kategorien: Behavioral Living
Schlagwörter: Commitment, Karneval, Referenzpunkt(e), Sunk Cost Effect
Eine Frage des Blickwinkels
Das Einzige, das bei meinem acht Monate alten Sohn Bestand hat, ist die Unbeständigkeit. Immer wenn ich glaube, nun hätten wir endlich irgendeine Form von Rhythmus gefunden, werde ich prompt eines Besseren belehrt. Das gilt fürs Schlafen wie fürs Essen gleichermaßen.
Veröffentlicht am August 24, 2011 um 07:40
Kategorien: Behavioral Living
Schlagwörter: Kapitulation, Referenzpunkt(e)
Mit Zitronen gehandelt
Ich habe gelesen, dass Umzüge die zweitstressigste Sache im Leben sein sollen – lediglich der Tod des Ehepartners erscheint den meisten noch schlimmer. Ein Umzug mit Säugling im Schlepptau rangiert vermutlich irgendwo dazwischen.
Veröffentlicht am Juli 4, 2011 um 10:22
Kategorien: Behavioral Living
Schlagwörter: Besitztumseffekt, Mentale Konten, Referenzpunkt, Verhandlungen
Die große Hatz – Kitaplatz-Suche in der Großstadt
Ein bisschen ärgerlich ist es schon. Da kämpfe ich wochenlang um einen Platz im Babyschwimmkurs und als wir endlich loslegen könnten, kränkelt mein Sohn und wir müssen zuhause bleiben.
Veröffentlicht am Mai 13, 2011 um 09:17
Kategorien: Behavioral Living, Gesellschaft
Schlagwörter: Kita, Markteffizienz, self-fulfilling destruction, Warteschlangen
Vier Zimmer, Küche, Bad – oder doch nicht?
Meinem zweieinhalb Monate alten Sohn gehört bereits eine ganze Menge, finde ich: Neben der Standardausstattung – einem eigenen Bettchen, einem Kinderwagen, einer Wippe, einer Krabbeldecke, einer Wickelkommode, unzähligen Klamotten, Stofftierchen und was weiß ich noch alles –
Veröffentlicht am Februar 25, 2011 um 11:15
Kategorien: Behavioral Living
Schlagwörter: Besitztumseffekt, Makler, Referenzpunkt(e), Regret
Schnuller rein – Klappe zu
Ich fühle mich schlecht. Nein, gar nicht wahr – gut geht’s mir. Richtig gut sogar. Endlich finde ich zwischen zwei Stillmahlzeiten wieder einmal Gelegenheit, in aller Ruhe zu lesen, mir ein Entspannungsbad zu gönnen oder ausgiebig mit einer Freundin zu telefonieren. Seit gestern ist mein Sohn ein Schnullerkind.
Veröffentlicht am Februar 9, 2011 um 08:41
Kategorien: Behavioral Living
Schlagwörter: Kognitive Dissonanz, Kurzsichtige Verlustaversion, myopic loss aversion, selektive Wahrnehmung
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