Daxianer verfallen in alte Denkmuster
11. Oktober 2012 von Christin Stock

Die heimischen Börsianer scheinen zurück in die alten Denkmuster des letzten Quartals zu verfallen und trauen dem DAX nicht mehr über den Weg. Und mit ihren Ängsten sind sie nicht allein: Wie eine aktuelle Umfrage des Vermögensverwalters State Street zeigt, halten rund 71 Prozent der Großanleger ein Szenario ähnlich der Lehman-Katastrophe im Jahr 2008 für wahrscheinlich oder sehr wahrscheinlich. Mehr als 80 Prozent der Investoren sehen gleichzeitig das aktive Management solcher Extremereignisse („tail risks“) als einen wichtigen Teil ihrer Anlagestrategie.
Dass der DAX sich jedoch weiterhin wacker schlägt und es keine Anzeichen für ein Heißlaufen gibt, wird dabei geflissentlich ignoriert. Auch die Erfahrungen der letzten Monate, als die heimischen mittelfristig aktiven Anleger chronisch unterinvestiert waren, während ihnen der Markt davonlief, werden offenbar verdrängt. Mit ihrer Skepsis – nach nur einer Woche in optimistischem Terrain rutscht unser Sentimentbarometer, der Bull/Bear-Index, schon wieder in den Stimmungskeller ab – tun sie dem Leitindex aber unrecht. Meine ausführliche Analyse lesen sie hier, die Detailanalyse von Joachim Goldberg hier.
Desweiteren ist mein heutiges DAF-Interview, das Andreas Scholz mit mir führte, hier zu sehen.
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veröffentlicht am 11. Oktober 2012 um 08:12 Uhr
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