Wirtschaft

Abschied

31. März 2014
red velvet stage theater curtains

Liebe Freunde, liebe Geschäftspartner, Wegbegleiter und Kollegen,

Zeit, Abschied zu nehmen. Denn die cognitrend GmbH wird mit Ablauf des 31. März 2014 in die Liquidationsphase übergehen. Damit wird dann auch meine Tätigkeit als Geschäftsführer der Firma beendet sein. Ich blicke mit Wehmut, aber auch mit ein bisschen Stolz auf diese fast 14 Jahre zurück, weil ich glaube, dass meine Mitgesellschafter und ich in dieser Zeit mit dazu beigetragen haben, die relativ junge Forschungsrichtung der Behavioral Finance/ Economics in Theorie und Praxis weiterzuentwickeln. Dafür, dass uns das möglich war und für die vielen positiven Erfahrungen im Kontakt mit den Kunden und Kollegen in Banken und anderen Unternehmen, möchten wir uns an dieser Stelle bedanken.

Ich richte aber auch den Blick nach vorne. Mit der Behavioral Finance meine ich den Ansatz gefunden zu haben, mit dem sich die Märkte am besten interpretieren und verstehen lassen. Daher möchte ich auf diesem Weg weitergehen und werde schon im April als Inhaber meiner neuen Firma Goldberg & Goldberg meine Arbeit in diesem Sinne fortsetzen. Das heißt, ich werde mich weiterhin mit einer verhaltensorientierten Kapitalmarktanalyse auf Basis der Behavioral Economics beschäftigen.

Natürlich können Sie mich außerdem nach wie vor für Ausbildungs-und Vortrags­veranstaltungen buchen. Auch der von mir bislang unter blognition.de veröffentlichte Blog bleibt bestehen. Er wird unter meinem neuen Internetauftritt http://www.der-goldberg.de fortgeführt werden.

Weiterlesen

Notenbanken auf dem Rückzug

28. Februar 2014
Mikrofon

Das jüngst veröffentlichte Protokoll des Offenmarktausschusses der vergangenen Fed-Sitzung hat den Anlegern an den Finanzmärkten einmal mehr vor Augen geführt, dass die Notenbank ihren im Dezember 2013 eingeschlagenen Weg fortsetzen wird: Die extrem großzügige Versorgung der Märkte mit Liquidität

Weiterlesen

Gullivers Reichtum

26. Februar 2014
Postkutsche

Offenbar geht es der Finanzbranche prächtig. So musste ich gestern lesen, dass die Londoner Großbank HSBC anscheinend schon dabei ist, die von der EU verordnete Begrenzung der Boni für Spitzenverdiener zu umgehen. Wie jetzt bekannt wurde, soll der Konzern für seine Topleute – zu denen das Bankhaus sage und schreibe

Weiterlesen

Für ein paar Pfund mehr

13. Februar 2014
senti12022014

Als ich heute Früh die Financial Times aufschlug, ist mir noch einmal so richtig klar geworden, was es bedeutet, dass die Bank von England ihre Zinspolitik von der Entwicklung des Arbeitsmarkts ab sofort abkoppeln wird. Bis dato gab ja der geldpolitische Ausschuss als Leitlinie aus, die Zinsen würden frühestens erhöht werden,

Weiterlesen

Sonnt sich der Dachs in der Lichtmess-Woch‘…

6. Februar 2014

Man kann durchaus geteilter Meinung sein, ob man den New Yorker Chefstrategen der Deutschen Bank so durch den Kakao ziehen muss, wie heute auf dem Blog zerohedge.com (hier) nachzulesen ist. Da ist nämlich von dessen Vorhersage-Fähigkeiten in Sachen US-Arbeitsmarktbericht die Rede – letzterer wird Morgen für den Monat Januar veröffentlicht. Da wird nicht nur auf die niedrige Erfolgsquote

Weiterlesen

Zur falschen Zeit das Richtige tun

5. Februar 2014
Stoppuhr

Als Begründung für die jüngste deutliche Korrektur an den Aktienmärkten hat landläufig eine Erklärung herhalten müssen: Kapital floss aus Schwellenländern zurück in die USA und in andere so genannte „sichere Häfen“, raus aus Aktien, rein in Anleihen. Dabei haben sich in weniger als zwei Wochen nicht nur die Chancen für eine globale, sondern auch für eine  konjunkturelle Erholung in den USA offenbar dramatisch verschlechtert.

Weiterlesen

Bücher sind uncool

31. Januar 2014
Bibliothek

Ein Werbespot, der bereits seit einigen Monaten immer wieder auf einigen Fernsehkanälen zu sehen ist, regt mich ganz besonders auf. Er ist Bestandteil einer Kampagne der Direktbank Cortal Consors, ist in schwarz-weiß gedreht und scheint auf den ersten Blick sogar recht lustig zu sein. Gezeigt wird eine Buchhandlung,

Weiterlesen

Die wahren Risiken für die Weltwirtschaft

28. Januar 2014
superreich

An den Finanzmärkten wird derzeit eine heftige Debatte darüber geführt, ob der derzeitige teils massive Druck auf diverse Währungen der aufstrebenden Länder eine Bedrohung für die sich gerade erholende globale Konjunktur darstellt. Viele Menschen verfolgen diese Diskussionen sehr genau, um sich ein Bild darüber zu machen, inwieweit die jüngsten Verwerfungen ihre Investments im US-Aktienmarkt beeinflussen können. Aber auch für Gold-Investoren spielt es eine ganz wesentliche Rolle, ob sich die neuerlichen Abwertungen der Valuten in den Emerging Markets in eine weltweit ansteckende ökonomische Krise ausweiten oder ob – siehe am Beispiel Indiens – lediglich ein Zinserhöhungszyklus ausgelöst wird. Im ersten Falle würde Gold als so genannter sicherer Hafen (safe haven) angesehen, im Letzteren jedoch nicht. Die Frage ist also, wie die derzeitige Debatte ausgehen wird.

Es mag durchaus vernünftig scheinen, wenn Kommentatoren argumentieren, die Emerging Markets seien wohl kaum in der Lage, die Weltwirtschaft zu ruinieren. Denn einige dieser Volkswirtschaften waren doch bereits ins Trudeln geraten, als die US-Notenbank im Mai vergangenen Jahres zum ersten Mal das so genannte Tapering, ein Zurückfahren der Anleihekäufe, ins Gespräch brachte. Obwohl es also Kapitalabflüsse aus diesen Ländern bereits in 2013 gegeben hat, ist die Weltwirtschaft, wenn auch nur langsam, gewachsen.

 

Gefahrenquelle „high beta rich“

Die tatsächliche Bedrohung des globalen Wachstums ist vielmehr in den USA und in manch anderen Staaten der westlichen Welt zu suchen. Die Rede ist von den Superreichen, die der Journalist und Schriftsteller Robert Frank in einem seiner Bücher als „high beta rich“ bezeichnete. Denn in der Zeit, die auf die Finanzkrise der Jahre 2008/2009 folgte, hat sich deren Vermögen auf immer weniger Köpfe konzentriert und das mit steigender Tendenz. Dabei ist ein großer Teil dieser Vermögen – und damit alle Ausgaben, Steuern und damit verbunden die Auswirkungen auf die Gestaltung der Gesellschaft – sehr stark an die Entwicklung der Aktienmärkte gebunden. Aber mit einer wesentlich höheren Volatilität: Steigen die Börsen, so wachsen diese Vermögenswerte und in Krisenzeiten schrumpfen Sie – jeweils überproportional im Vergleich zum übrigen Reichtum.

Wenn die Superreichen also im Rahmen einer Krise oder geplatzten Börsenblase (Buch)-Verluste ihrer Aktien hinnehmen müssen, hätte dies in der Tat einen negativen Einfluss auf Wachstum und Beschäftigung. Robert Frank brachte es einmal auf den Punkt, als er den S&P 500 als das neue Bruttoinlandsprodukt bezeichnete. Mit anderen Worten: Die größte Bedrohung des globalen Wachstums besteht in einem scharfen Einbruch des S&P 500.

Weiterlesen

Bitcoins – Chancen und Risiken

24. Januar 2014
Bitcoin

Wer im vergangenen Jahr in den Aktienmärkten investiert war, konnte sich allein beim DAX über mehr als 25 Prozent Kursgewinn freuen. Diese Gewinne sehen aber recht blass im Verhältnis zu den Bitcoins aus, deren Wert sich alleine in 2013 vorübergehend mehr als verneunzigfacht hat. Ich selbst habe

Weiterlesen

Keiner weiß mehr

18. November 2013
Papierstapel-1

Warum hat mir das niemand früher gesagt? So las ich gerade mit großem Erstaunen einen Beitrag auf Spiegel Online, in dem erklärt wurde, wie man als Sparer sein Vermögen vor Deflation schützen kann. Dabei beruft sich der Autor auf eine Studie der Credit Suisse, die in Zusammenarbeit mit der London Business School[1] durchgeführt wurde und in der man die jährliche Entwicklung aller großen Anlageklassen in den 19 wichtigsten Ländern der Welt bis zum Jahr 1900 zurückberechnet hat. Im Ergebnis kommt die Studie, die übrigens nicht ganz brandneu ist – sie wurde offenbar bereits im Februar 2012 publiziert –, nicht nur zu dem Schluss, dass Deflation kein seltenes Phänomen ist. Viel wichtiger ist die Erkenntnis, dass sich in Zeiten extremer Inflation Aktien, obwohl sie gemeinhin doch als besonders wirksamer Schutz gegen [moderate] Inflation gelten, im Schnitt per Saldo um 12 Prozent nachgegeben haben, während sie in einem extrem deflationären Umfeld eine reale Rendite von durchschnittlich 11 Prozent pro Jahr erbracht haben sollen.

Richtig interessant wird es aber, wenn es um Gold geht. Natürlich verweist der Autor dieses Beitrags darauf, dass Gold über lange Zeit preisgebunden war. Auf das brisante Ergebnis der Studie möchte er dennoch nicht verzichten: Bei einer anhaltend hohen Inflation hat Gold, so das Resümee der Untersuchung, seinen Besitzern praktisch nichts gebracht, während die höchsten reale Erträge mit dem gelben Metall in Zeiten extremer Deflation (durchschnittlich 12 Prozent pro Jahr) erzielt worden sein sollen. Da können sich die Goldbugs, nachdem sie, offensichtlich fehlgeleitet von ihrer Intuition und vor lauter Inflationsangst, zumindest während der vergangenen beiden Jahre aufs falsche Pferd gesetzt haben, jetzt doch entspannt zurücklehnen, denn aktuell zeichnet sich für Europa und die USA unverkennbar die Gefahr einer baldigen Deflation ab.

 

Wenn Angebot und Nachfrage sich nicht frei entfalten

Da haben sich die Statistiker wirklich viel Mühe gegeben, das muss man ihnen in jedem Fall attestieren. Zumal seit dem Jahr 1900 auf unserer Welt ja Einiges passiert ist. Da gab es Wirtschaftskrisen und Wirtschaftswunderjahre, da gab es Friedenszeiten und Kriege. Merkwürdigerweise handelt es sich bei der Studie aber nur um eine jährliche Betrachtung, so dass sich in 112 Jahren für 19 Länder gerade einmal 2128 Datenpunkte ergeben. Aber nicht nur deswegen erscheint mir ein Vergleich der heutigen Situation an den Finanzmärkten mit der Historie von etwas mehr als 100 Jahren fragwürdig, vor allem wenn man bedenkt, dass die US-Notenbank – historisch einmalig – durch ihre quantitativen Lockerungsprogramme so viel Geld gedruckt hat, dass man von einer massiven Intervention im Anleihemarkt sprechen kann, mit Auswirkungen auf alle anderen Anlageklassen. Mehr noch: Wenn die Anleiherenditen quasi manipuliert sind, darf man getrost davon ausgehen, dass die Preise anderer Anlageklassen ebenfalls nicht die fundamentale Realität (wenn es so etwas überhaupt gibt) widerspiegeln.

Wenn sich aber Angebot und Nachfrage in Märkten nicht frei entfalten können, braucht man sich nicht zu wundern, wenn gängige (Prognose-)modelle, die für und in „normalen“ Zeiten geschaffen wurden, ihren Dienst versagen und auch Experten sich abzeichnende stärkere Bewegungen nicht mehr frühzeitig vorhersagen können. Genau dies mag auch ein Grund dafür sein, warum sich derzeit nur wenige über die jüngsten Höchststände an den Aktienmärkten wirklich freuen können. Weil sie diese Entwicklung nicht haben kommen sehen und deshalb auch nicht daran partizipieren.




[1] Credit Suisse Global Investment Returns Yearbook 2012

 

 

Weiterlesen

Das große Rennen (Positionsgüter Teil 4)

28. Oktober 2013
Positionsgut4

Zuletzt habe ich mich an dieser Stelle mit dem Unterschied zwischen Positionsgütern und ihrem Gegenteil, also mit jenen Gütern, deren Wert im sozialen Vergleich neutral und unverändert bleibt, beschäftigt. Daran anschließend muss noch ergänzt werden, dass häufig die Tendenz besteht, ein positionsunabhängiges Gut gegen ein Positionsgut zu tauschen.

Weiterlesen

Häuserkauf mit Ökonomen (Positionsgüter Teil 3)

21. Oktober 2013
Positionsgut3

Im vorangegangenen Blog-Beitrag zum Thema Positionsgüter hatte ich es bereits angedeutet: Nicht alle Güter sind gleichermaßen positionswirksam. Man muss nur einmal das Gut Einkommen mit dem Gut Freizeit vergleichen. Freizeit unterliegt nicht der gleichen Maßeinheit wie Einkommen (Geld) und ist auch nicht immer direkt messbar oder erkennbar. Im Zweifel

Weiterlesen

Wer hat das größte Geweih?

11. Oktober 2013
Elch

Als ich mir vor einiger Zeit das Buch The Darwin Economy von Robert H. Frank zulegte, musste ich fast ein wenig schmunzeln: Der Autor, den ich sehr schätze, trifft darin in der Tat eine gewagte Vorhersage, für die er, so vermutet er selbst, nicht mehr belangt werden kann. Denn als Ökonom zu prognostizieren, dass seine Fachkollegen in 100 Jahren mehrheitlich Charles Darwin als den geistigen Vater ihrer Disziplin benennen könnten,

Weiterlesen

Wiederkäuer

22. August 2013
Wiederkäuer

Nun ist es also raus, das Protokoll der vergangenen Sitzung des Offenmarktausschusses (FOMC) der US-Notenbank. Und wenn man etwa einer Überschrift der heutigen Ausgabe der Börsenzeitung folgen möchte, hat die Fed die Hoffnungen enttäuscht. Nein, damit sind nicht etwa heimliche Erwartungen an eine Verschiebung oder gar Aufgabe des Tapering-Programms gemeint.

Weiterlesen

Transparenz und Stimmenwirrwarr

15. August 2013
Senti14082013

Nun geht es also wieder aufwärts mit dem Wachstum in der Eurozone und die jüngsten Zahlen scheinen nicht wenige Kommentatoren in einen beinahe schon als euphorisch zu bezeichnenden Zustand zu versetzen. Und wenn dann noch Problemländer an der Peripherie sich in die richtige Richtung zu entwickeln scheinen, sollte es nicht erstaunen, wenn sich Politiker diesen Erfolg

Weiterlesen

Fragwürdige Facebook-Feier und andere Ungereimtheiten

1. August 2013
senti31072013

Ich musste mir gestern schon etwas die Augen reiben, als ich erfuhr, dass mancherorts regelrecht Feierlaune ausgebrochen war, weil die Facebook-Aktie zum ersten Mal seit über einem Jahr ihren Ausgabepreis vom Mai 2012 wieder überschritten hatte. Endlich, könnte man auch sagen, denn das Papier hatte zwischenzeitlich, ausgehend von 38 US-Dollar,

Weiterlesen

Sommerpause

18. Juli 2013
red velvet stage theater curtains

Der Vorhang zu und alle Fragen offen? – zumindest für eine kurze Atempause. Blognition geht nämlich bis zum 12. August in die Sommerfrische. Was allerdings nicht heißt, dass Sie nicht trotzdem während dieser Zeit Interessantes an dieser Stelle lesen können, aber eben nicht in der gewohnten Regelmäßigkeit. Schauen Sie bitte trotzdem immer mal wieder vorbei, denn bei gegebenem Anlass werden wir diesen Vorhang durchaus zu einer kleinen Extravorstellung lüften.

Weiterlesen

Zum Glück keine Fehler gemacht

18. Juli 2013
Senti18072013

Wir können eigentlich froh sein, dass Ben Bernanke gestern keine Fehler gemacht hat. Entsprechend positiv und erleichtert haben die Kommentatoren auf seine Anhörung vor dem Finanzdienstleistungsausschuss des US-Repräsentantenhauses reagiert. Ja, man konnte sogar lesen,

Weiterlesen

Anhörung mit überzogenen Erwartungen

17. Juli 2013
Kapitol

Viel ist während der vergangenen Tage über Ben Bernanke und den geldpolitischen Kurs der US-Notenbank diskutiert worden. Wird der Fed-Chef bei den Anhörungen vor Ausschüssen des Kongresses am heutigen Mittwoch und Morgen Hinweise darauf geben, ob die Anleihekäufe der Notenbank nun früher oder später zurückgefahren werden?

Weiterlesen

Ausgeschaltet

15. Juli 2013
Dunkler schirm

Ich war schon erstaunt, als unlängst unsere tägliche Dauerbeschallung für Wirtschafts- und Finanzmarktnachrichten, der TV-Sender CNBC, nicht mit Nachrichten zum Aktienmarkt, sondern mit einem fiesen Hot-Dog-Wettessen aufwartete. Nicht mal wetten konnte man darauf, wer am Ende als Sieger aus diesem fetttriefenden Wettbewerb hervorgehen würde.

Weiterlesen

Day-Trader Ben Bernanke

11. Juli 2013
Senti10072013

Dass die Finanzmärkte gestern Nacht auf dem völlig falschen Fuß erwischt wurden, zeigt etwa die Reaktion des US-Dollar, der innerhalb kürzester Zeit massiv an Wert verlor – allein gegenüber dem Euro entspricht dies einem Verlust vom gestrigen Tagestief bis heute gerechnet von vorübergehend mehr als 4 Prozent!

Weiterlesen

Ein klares Wort

8. Juli 2013
Mikrofon

Nicht wenige Kommentatoren dürften diese Äußerung als historisch bewertet haben. So hatte EZB-Präsident Mario Draghi erklärt,  der EZB-Rat erwarte, dass die Zinsen für einen längeren Zeitraum auf dem gegenwärtigen Niveau oder darunter blieben. Damit hatte Draghi für viele etwas noch nie Dagewesenes getan: Er hatte sich im Voraus festgelegt.

Weiterlesen

Wenn Märkte überreagieren

4. Juli 2013
senti03072013

Der heutige Alphaville-Blog in der Financial Times[1] bestätigt sehr schön unsere Vermutung, dass es während der vergangenen Wochen zu teils starken Kapitalabflüssen in fast allen Anlageklassen gekommen sein muss, allen voran die Anleihen mit mittel- bis langfristigen Fälligkeiten, gefolgt von Commodities. Und Aktien konnten nach den massiven Zuflüssen in den ersten Monaten dieses Jahres zuletzt kaum mehr Kapital anziehen

Weiterlesen

Todsünde Trägheit

3. Juli 2013
Trägheit

Unlängst hatte ich einen Beitrag mit dem Titel Die Börse und das Böse Teil III geschrieben. Dabei ging es wieder einmal um mögliche Parallelen zwischen den klassischen sieben Todsünden und der  Behavioral Finance sowie darum, ob diese „Sünden“ eventuell das Entscheidungsverhalten der Teilnehmer an den Finanzmärkten beeinflussen könnten. Es zeigte sich, dass die Todsünde „Trägheit“ in diesem Zusammenhang eine zentrale Rolle spielt, weshalb ich noch einmal gesondert darauf eingehen möchte.[1]

Weiterlesen

Verhängnisvolle Interventionen und was Sie im zweiten Quartal 2013 nicht verpasst haben sollten

1. Juli 2013
Siegertreppchen

Da hat Ben Bernanke etwas angerichtet! Der Chef der US-Notenbank hatte vor eineinhalb Wochen nach der Sitzung des Offenmarktausschusses der Fed (FOMC) seinen Fahrplan zum so genannten Tapering, dem Zurückfahren der Anleihekäufe, zumindest ein wenig konkretisiert. Allerdings ohne die Vorbedingungen

Weiterlesen

Fed-Orakel Ben Bernanke und Follower

18. Juni 2013
Uhrmacher

Es ist schon erstaunlich, was die jüngste Umfrage, die das Wall Street Journal unter Ökonomen angestellt hat, zu Tage gefördert hat. Demnach werden deren Analysen derzeit weder durch Inflationsbefürchtungen noch durch Sorgen über die Verschuldungssituation der USA beeinflusst. Vielmehr gaben 26 der 40 befragten Volkswirte an, dass ihrer Meinung nach

Weiterlesen

Wetten auf einen Brexit

17. Juni 2013
Herde

Zweifellos hat David Cameron im vergangenen Monat eine Klippe umschifft, als er im Unterhaus einen Gesetzentwurf zur Abstimmung vorlegte, in dem ein Referendum über Großbritanniens Mitgliedschaft zur Europäischen Union festgeschrieben werden sollte. Diese Abstimmung wirkte am Ende

Weiterlesen

Wenn Gold in einer unsicheren Welt wieder zählt

12. Juni 2013
senti05062013

Es scheint, als ob die Teilnehmer an den Finanzmärkten für viele Dinge derzeit zumindest auf den ersten Blick vielerorts keine Erklärung parat hätten. Man braucht nur einmal nach Karlsruhe zu blicken, wo man einen Spruch der Richter des Bundesverfassungsgerichts erwartet,

Weiterlesen

Kontrollverlust der Zentralbanken?

6. Juni 2013
senti05062013

Die Aktienanleger, aber auch Investoren in anderen Anlageklassen, haben während der vergangenen Tage einen großen Teil ihrer Zeit damit verbracht, sich über die globalen Anleihemärkte einen besseren Überblick zu verschaffen. Der Auslöser dafür liegt in Japan, wo sich nicht nur die Renditen zehnjähriger Staatsanleihen

Weiterlesen

Ein Camp voller Antikapitalisten

5. Juni 2013
Camp anticapitalista

Während der vergangenen Woche war die Occupy-Bewegung wieder einmal in vollem Einsatz. Ausgehend von einem Zeltlager in der Nähe des Frankfurter Messeviertels, hatte sich eine große und überraschend gut organisierte Gruppe für einen zweitägigen Protest in Deutschlands Finanzmetropole formiert.

Weiterlesen



Featuring Recent Posts WordPress Widget development by YD